6 Etappen-Weitwanderung

Segnes Trek

Der Segnes Trek ist eine alpine 6 Tages-Weitwanderung mit abwechslungsreichen Etappen und Natur-Highlights wie den Segnesböden, Tschingelhörnern und den Strudeltöpfen auf der Alp Mora. Die Wanderung startet in Reichenau am Rhein und führt über die Ringelspitzhütte nach Bargis, weiter bis zum Segnespass, ins Glarnerland bis zur Martinsmadhütte und retour via Segneshütte bis nach Flims. Viel Bergluft erwartet dich: 4 von 5 Übernachtungen sind auf über 2000 m und der höchste Pass ist auf 2760 m. Geniesse das Gipfel-Panorama auf über 3000 m hohen Berge wie dem Ringelspitz, Piz Sardona und Piz Segnas. Ein alpines Wandererlebnis im weltweit einzigartigen UNESCO-Welterbe Tekonikarena Sardona.

Fakten

  • 6 Etappen
  • Start: Reichenau
  • Ende: Flims
  • Kilometer: 80-90km
  • Höhenmeter: ca. 6000 Auf- und Abstieg
  • Anforderungen: mind. T4 (blau / weiss, Alpinwanderweg)
  • Unterkünfte: Ringelspitzhütte, Berggasthaus Bargis, Mountain Lodge, Martinsmad Hütte, Segneshütte

Reichenau – Ringelspitzhütte SAC

Etappe 1

Distanz: 11.3 km
Höhenmeter: Aufstieg 1440 m & Abstieg 50 m
Dauer: 4 Std. 45 min

Der Segnes Trek startet in Reichenau auf 604 Metern über Meer. Den Ausgangsort erreichst du bequem und nachhaltig mit dem Zug. Die Wanderung beginnt bereits mit zwei Highlights, zum einen der Zusammenfluss von Hinter- und Vorderrhein und dem Schloss Reichenau. In Tamins Dorf hat es eine letzte Einkaufsmöglichkeit, bevor es hoch zum Kunkelspass geht. Eine Pause wert, ist das Berggasthaus «Überuf» mit leckeren Gerichten auf 1358 m Passhöhe. Von hier aus, kann man schon das Tagesziel erkennen. Die Ringelspitzhütte thront auf einem grünen Hügel auf über 2000 Metern über Meer. Dahinter ragt der höchste Berg (Ringelspitzt 3247 m) des Kanton St. Gallens (halb St. Galler, halb Bünder Gipfel) empor.

 

Ringelspitzhütte - Bargis

Etappe 2

Distanz: 13 km
Höhenmeter: Aufstieg 820 m & Abstieg 1270 m
Dauer: 4 Std 35 min
Info: T4

Der nächste Tag startet bei Sonnenaufgang – denn bei der zweiten Etappe sollte man genügend Zeit für eine Pause bei den Strudeltöpfen oberhalb der Alp Mora einplanen. Der Weg führt ins wilde Lawoitobel und von dort über den steilen Morgang 500 Höhenmeter auf die Mutta Sura. Oben angekommen ist das Fussbad in den Strudeltöpfen nur noch einen Katzensprung entfernt. Die Weitsicht ins Domleschg und in die Surselva ist atemberaubend.

Der Weg über die Alp Mora hinunter nach Bargis bleibt spannend und erfordert gute Trittsicherheit, auf dem historischen Polenweg kommt man an alten steinernen Schutzhütten der Schafhirten vorbei. Das letzte Stück führt via Alp Lavadignas über alpine Weiden, bevor der Bergwanderweg nach einer Bachüberquerung zu einer Forststrasse wird. Auf der Hocheben Bargis kann man im Bach nochmals die Füsse abkühlen, bevor du es dir im Berggasthaus Bargis gemütlich machen darfst.

Bargis - Segnespass

Etappe 3

Distanz: 15 km
Höhenmeter: Aufstieg 1200 m & Abstieg 150 m
Dauer: 5 Std 20 min
Info: T4 

Am Morgen startet die Etappe gemächlich durch das Bargistal. Schau in die Bergflanken, vielleicht kannst du Gämsen und Steinböcke beobachten. Aber auch Murmeltiere zählen zu den Bewohnern der Hochebene. Der Weg steigt kontinuierlich an und führt nach La Rusna. Hier kannst du einen kurzen Abstecher zur Kathedrale machen. Ein Wasserfall, der auch gerne als Kraftort aufgesucht wird. Zurück auf dem Weg geht es die Südflanke des Trinserhorn querend Richtung Fuorcla Raschaglius (2554 m). Die karge hochalpine Landschaft mit den 3000er Gipfeln ist einmalig. Oben angekommen, liegt dir der obere Segnesboden zu Füsse und schon bald hast du freie Sicht auf das Martinsloch und die Tschingelhörner. Bis zum Segnespass ist es nicht mehr weit und die letzten Höhenmeter sind dank Ketten gut zu bewältigen. Die Segnespass Mountain Lodge ist auf dem Grat zwischen den Tschingelhörnern und dem Piz Segnes eingebettet.

Segnespass – Martinsmad

Etappe 4

Distanz : 6.3 km
Höhenmeter: Aufstieg 525 m & Abstieg 1130 m
Dauer: 3 Std.
Info: T3

Die kürzeste Etappe des Segnes Trek führt ins Glarnerland. Zu Beginn ist der Abstieg steil, doch schon bald wird der Weg flacher. Im Rücken hat man die Tschingelhörner mit dem Martinsloch, nur diesmal von der anderen Seite. Bei der Alp Tschinglen auf 1482 m gibt es eine kleine Beiz und einige alte Ställe. Aber auch der Bach lädt ein, eine Pause zu machen, bevor es die rund 500 Meter hoch zur Martinsmadhütte geht. Dieser Weg ist felsig und anspruchsvoll (T3). Die liebevoll eingerichtet SAC-Berghütte ist ein kleines Juwel, umgeben von imposanter Berglandschaft.

Martinsmad – unterer Segnesboden

Etappe 5

Distanz: 10 km
Höhenmeter: Aufstieg 800 m & Abstieg 680 m
Dauer: 3 Std. 50 min
Info: T4

Die fünfte Etappe startet im Schatten, denn die grauen Felswände im Süden müssen zuerst bestiegen werden. Alpines Gelände erwartet dich und entsprechend ist der Weg blau/weiss markiert. Direkt zu Beginn ist der Weg über den Grischsattel blau/weiss markiert, Trittsicherheit und alpine Erfahrung sind erforderlich. Auf dem Grischsattel wirst du mit den ersten Sonnenstrahlen des Tages belohnt. Wer mag, kann von hier aus das Laaxer Stöckli 2899 m oder den Ofen 2872 m besteigen. Vom Grischsattel geht es kontinuierlich bergab bis zur Bergstation Grauberg. Von hier führt der Weg nach links weg zum unteren Segnesboden. Auf dem Weg zur Segneshütte kannst du am tosendenWasserfall eine letzte Pause einlegen.

Unterer Segnesboden – Flims

Etappe 6

Distanz: 8.5 km
Höhenmeter: Aufstieg 0 m & Abstieg 1010 m
Dauer: 2 Std. 40 min
Info: T2

Neben der Segneshütte befindet sich der Besucherpavillon Sardona, hier kannst du auf Zeitreise gehen und entdecke die Einzigartigkeit des UNESCO-Weltnaturerbe Tektonikarena Sardona.

Die letzte Etappe führt über den prämierten Wasserweg «Trutg dil Flem» zurück ins Tal. Über sieben Brücken, alle in einem unterschiedlichen Design, geht es 1000 Höhenmeter bergab. Bleib auf dem Wasserweg bis nach Flims. Du wirst mit einem schönen Bergwanderweg bis ins Tal belohnt.

Informationen zu den Hütten

Die Hütten sind an den Wochenenden bereits gut gebucht. Wir empfehlen deshalb frühzeitig zu reservieren oder die Tour am Sonntag zu starten.

Das junge Hüttenwartpaar führt die Unterkunft mit Herzblut. Hier wird noch auf dem Holzfeuer gekocht und der Duft von frischem selbsgebackenem Kuchen ist typisch. Die Hütte biete 30 Schlafplätze in 3 Massenlagern.

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Der Berghaus Bargis ist die einzige Unterkunft, die auch mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar wäre. Es gibt zwei Doppelzimmer und ein Mehrbettzimmer mit Dusche/WC auf der Etage.

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Die Hütte «Mountain Lodge» liegt direkt auf der Passkante und ist eine altes Militärgebäude. Sie ist halb auf Glarner und halb auf Bündner Boden und hat 12 Schlafplätze. Hier macht es Sinn früh zu reservieren oder im Notfall eine lange Etappe zu machen, bis zur etwas grösseren Martinsmadhütte. Die Hütte ist einfach, aber die Aussicht ist einmalig.

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Die Martinsmadhütte ist ein Juwel. Überall gibt es «Good-Vibes Sprüche» und jede Ecke ist individuell dekoriert. Gekocht wird dort oben auf höchstem Berghütten-Niveau. Gerry der Hüttenwart war übrigens schon auf allen 48 4000-Gipfeln der Schweiz. Das Fotobuch dazu kannst du nach dem Abendessen durchblättern. Übernachtet wird in Mehrbettzimmern, gesamthaft hat es 40 Schlafplätze.

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Die Hütte ist super ausgebaut und verfügt auch über Duschen.

Die Segneshütte wird im Sommer 2023 voraussichtlich für Übernachtungsgäste geschlossen sein. Bei der Segneshütte entsteht eine neue Bahnstation des Flem Express. Als Alternative bietet sich eine Übernachtung im Zelt an. Auf der Alp Nagens kann im TCS Glamping übernachtet werden.

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